Der Zonale Sicherheitsplan ist der strategische Plan der Polizeizone Weser-Göhl für 6 Jahre.
Er wurde im Zonalen Sicherheitsrat durch die lokalen Polizeibehörden d.h. die Bürgermeister und den Prokurator des Königs sowie durch die föderalen Aufsichtsminister Inneres und Justiz genehmigt.
In diesem Plan werden unter anderem Auftrag, Vision und Werte sowie die strategischen Zielsetzungen (polizeiliche Schwerpunkte) festgehalten.
Der Zonale Sicherheitsplan 2020 – 2025 der Polizeizone Weser-Göhl sieht folgende Prioritäten vor:
Auftrag
„Die Aufträge der Polizeidienste werden durch das Gesetz festgelegt.“
Artikel 5 des Gesetzes zur Organisation eines auf zwei Ebenen strukturierten integrierten Polizeidienstes vom 7. Dezember 1998 GIP
„Polizeidienste erfüllen ihre Aufträge unter der Aufsicht und der Verantwortung der zu diesem Zweck durch das Gesetz bestimmten Behörden.“
Artikel 1, Absatz 1 des Gesetzes über das Polizeiamt vom 5. August 1992 GPA
„Die lokale Polizei gewährleistet auf lokaler Ebene die polizeilichen Grundfunktionen, die alle zur Bewältigung von lokalen Ereignissen und Sachverhalten auf dem Gebiet der Polizeizone erforderlichen verwaltungs- und gerichtspolizeilichen Aufträge umfasst, sowie die Erfüllung bestimmter Polizeiaufträge mit föderalem Charakter.“
Artikel 3, Absatz 2 GIP
Aufträge mit föderalem Charakter
Artikel 61 bis 64 GIP
Aufträge der Polizeidienste und Ausführung dieser Aufträge
Artikel 14 bis 25 GPA
Vision
Die Polizeizone Weser-Göhl möchte ein moderner öffentlicher Polizeidienst sein, deren Ziel der Erhalt der Sicherheit und der Lebensqualität ist.
Um eine sichere Gesellschaft mit höchstmöglicher Lebensqualität zuwege zu bringen, strebt die Polizei mit ihren Partnern die „Exzellenz“ in der Polizeifunktion an.
Dieses Konzept beruht auf folgenden Leitlinien:
- die gemeinschaftsorientierte Polizeiarbeit (Community policing)
- die durch Information geleitete Polizeiarbeit (ILP)
- die optimale Verwaltung des Polizeikorps
- die Organisationsentwicklung auf Grundlage des (Qualitäts-) Managementmodells EFQM[1] der belgischen Polizei
Im Rahmen dieser Vision setzt die Polizei auf folgende Ansätze:
- Präsenz / Sichtbarkeit / proaktives und präventives Polizeihandeln
- Zusammenarbeit / lokale sozialräumliche Vernetzung
- Professionalität und Kompetenz
- Integrierte Arbeitsweise
- Optimale Dienstleistung und interne Funktionsweise
- Ein(e) wertorientierte(s) Haltung und Verhalten
Werte
Die im Gesetz festgehaltenen polizeilichen Werte
Artikel 123 bis 133 GIP
Die im Königlichen Erlass vom 10. Mai 2006 zur Festlegung des Kodex der Berufspflichten für die Polizeidienste beschriebenen Werte
Die in der Internen Geschäftsordnung (IGO) der Polizeizone Weser-Göhl festgehaltenen Werte
Ein(e) wertorientierte(s) Haltung und Verhalten, die geprägt sind durch:
- Integrität und Rechtstaatlichkeit
- ein(e) zugewandte(s) (offenes Ohr) und kommunikative(s) (kontaktfreudige(s)) Haltung und Verhalten
- eine „kundenorientierte“ professionelle Dienstleistung
- Respekt und Gleichbehandlung
Strategische Zielsetzungen
Bereich Sicherheit und Lebensqualität
Wir möchten, gemeinsam mit unseren Partnern, wesentlich zur Verbesserung der Verkehrssicherheit beitragen, indem wir:
- einerseits für eine konsequente Bekämpfung der wichtigsten Unfallursachen (und der Faktoren, die die Schwere der Verkehrsunfälle und deren Folgen negativ beeinflussen) sorgen.
Insbesondere soll:
- die unangepasste und zu hohe Geschwindigkeit,
- das Führen unter Einfluss von Alkohol und / oder Drogen,
- das Nicht-Tragen der Sicherheitsausrüstung (Sicherheitsgurt, Kindersitz, Helm, …),
- die Ablenkung am Steuer (Smartphone, …),
verfolgt werden.
- anderseits durch unser präventives und vermittelndes Auftreten einen respektvollen und umsichtigen Umgang aller Verkehrsteilnehmer fördern und unseren Beitrag bei der Suche nach geeigneten Lösungen für Verkehrsüberlastungs- und/oder Konfliktsituationen in Wohngebieten und an Schulen leisten.
Ein besonderes Augenmerk soll außerdem auf folgende Punkte gelegt werden:
- die Sicherheit der Fußgänger und Fahrradfahrer (schwache Verkehrsteilnehmer)
- die Prävention
- das Halten und Parken (prioritäre Protokollierung)
Wir möchten, gemeinsam mit unseren Partnern, unseren Beitrag zur besseren Bekämpfung des Phänomens der Einbrüche in Wohnhäuser leisten
Wir möchten in die Jugendprävention investieren
Als Polizeidienst unter Leitung der zuständigen Behörden (Gemeinschaft, Staatsanwaltschaft) und in enger Abstimmung mit den beteiligten Diensten (Gemeinden, Offene Jugendarbeit, …), wenn möglich präventiv/problemvermeidend, wenn nötig repressiv, bestimmten Verhaltensweisen und Phänomenen (Gewalt, Sucht und Drogen, Vandalismus, Risikoverhalten) entgegenwirken und unseren Beitrag zur Entwicklung einer positiven Jugendkultur leisten.
Ein besonderes Augenmerk wird außerdem auf folgende Themen gerichtet:
- Prävention von Kriminalität im und mit Hilfe des Internets
- Innerfamiliäre Gewalt
- Terrorismus / Gewaltbereiter Extremismus / Diskriminierung
- Fußballgewalt
- Beeinträchtigungen des Zusammenlebens (lokale Schwerpunkte)
Bereich polizeiliche Dienstleistungen und Arbeitsweise
Wir möchten die polizeilichen Dienstleistungen und die interne Arbeitsweise weiter optimieren, indem wir:
- die Präsenz und Sichtbarkeit im Rahmen eines proaktiv-präventiven Polizeihandelns fördern (Revierarbeit, Fuß- und Radstreifen)
- neue Technologien in der Polizeiarbeit für unsere Zone erschließen
- die Öffentlichkeitsarbeit / Sichtbarkeit optimieren
- die Fort- und Weiterbildung in den strategischen Bereichen anregen
Bereich Struktur und Funktionsweise
Wir möchten die Entwicklung des zukünftigen Organisations- und Funktionsmodells der Polizeizone Weser-Göhl „Stärkung der lokalen Verankerung - Steigerung der Effizienz“ vorantreiben.
[1] European Foundation for Qualitymanagment